Chronik

Die Familie Niefenecker und die „Kapelle Max Niefenecker“

Die Familie Niefenecker war in Forstenried also auch nach der Auflösung der Kapelle sowie nach Kriegsende weiterhin musikalisch aktiv und konnte dabei auf den bewahrten Fundus sowie persönliche Kontakten zu anderen Musikanten bzw. Kapellmeistern zurückgreifen. Es ist anzunehmen, dass die Niefeneckers in Musikantenkreisen durchaus bekannt und auch gefragte Aushilfsmusikanten in einer Art von Münchner „Musikanten-Netzwerk“ waren. Anders lässt sich die Zusammenführung derartig vieler Notensammlungen unterschiedlicher Kapellmeister nur schwer erklären. Die Notensammlung der Familie Niefenecker selbst wurde wohl durch diese Kontakte in den folgenden Jahrzehnten beträchtlich erweitert.

In der Zeit zwischen 1945 bis 1979 dominierte die „Kapelle Max Niefenecker“ im Münchner Süden mit der damals gefragten Gebrauchsmusik: Märsche, Lieder, Schuhplattler, Tanz- und Unterhaltungsmusik der zwanziger, dreißiger, fünfziger und sechziger Jahre, außerdem zeitlose Ständchen und Beerdigungsmusik. Mit dem Vordringen der „Pressluftmusi“ (Hans Hindelang) in den siebziger Jahren ging die Zeit dieser Kapelle zu Ende, wobei auch die Altersstruktur der Musikanten eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben dürfte.

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