Chronik

Das musikalische Leben in Forstenried ab 1912

Vieles deutet darauf hin, dass mit der Eingemeindung Forstenrieds im Jahre 1912 auch ein Aufschwung im musikalischen Leben begann. Das Notenarchiv der Blaskapelle Forstenried enthält Notenblätter und -bücher von zahlreichen Münchner Kapellmeistern, die seit den zwanziger Jahren bis in die fünfziger Jahre hinein das musikalische Leben der Stadt und ihrer Außenbezirke mitgestaltet haben.

Namentlich genannt seien in diesem Zusammenhang insbesondere Sepp Lang, vormals Kapellmeister der Münchner Oberlandlerkapelle und 1946 Kapellmeister am Platzl, Stefan Seidl, der als Komponist in München auch ein „Büro für musikalische Arrangements und Instrumentirungen“ unterhielt, außerdem die ehemaligen (Militär-)Kapellmeister Franz Kellner, Max Küspert und Hans Wachter, schließlich Thomas Hofer, Martin Klein und Hans Oesterlein, Rudolf Greif, Georg Durst, Hans Schmidt, Michael Reitberger sowie natürlich die Musikanten Anton, Josef, Walter und Max Niefenecker.

Wie die vorhandenen Notenblätter belegen, waren die Kapellmeister durchaus weit gereist: Hans Wachterschrieb im Jahr 1925 einige seiner Arrangements in Saarbrücken; Sepp Lang hielt sich 1936 in Kaiserslautern, 1937 in Dresden, 1938 in Hamburg und von 1940 bis 1946 wieder in München auf und schrieb an diesen Orten auch immer wieder Arrangements für kleine Besetzungen. Aus der Sammlung von Sepp Lang sind übrigens auch Notenblätter der Hamburger Kapellmeister Adolf Klüver und Karl Süberling erhalten.

Zurück Weiter